Rom und die Literatur – LITERARY TRAVEL

Ciao Ragazzi!

Wie der Titel dieses Beitrags und meine Begrüßung schon verrät, geht es heute um Bella Italia. Naja, eigentlich um Rom, um ganz genau zu sein. Denn dort werde ich im März für ein paar Tage hin reisen und bin schon jetzt voller Vorfreude. Wer ein paar gute Tipps für die Ewige Stadt parat hat – let me know!

Normalerweise bereitet man sich auf eine Reise vor, in dem man das übliche Wetter im Reisezeitraum checkt, sich landestypische Gegebenheiten wie die Höhe des Trinkgeldes oder gängige Floskeln verinnerlicht und einen Reiseführer mit ausführlichen Tipps besorgt. Zumindest letzteres wird heutzutage so gut wie ausschließlich durch Instagram ersetzt. Zumindest geht mir das so. Wenn ich wissen will, welche Cafés ein richtiger Hotspot sind, schau ich einfach unter dem Geo Tag des Ortes nach und stolpere über viele verschiedene Bilder und Empfehlungen, oft sogar persönliche Geheimtipps. Und mal ehrlich, der Rest ist doch auch mit ein paar Klicks erledigt, oder nicht?

Rom ist eine Stadt, die nur so vor Geschichte strotzt. Die Antike, Caesar, Kleopatra, die Römer (bei denen ich immer an Asterix denken muss) und das Römische Reich, der Vatikan… und damit habe ich sicherlich nur einen Bruchteil von dem angerissen, was Rom im Laufe der Zeit gesehen und erlebt hat. Auch wenn die Menschen, die heute dort leben, nicht dieselben wie damals sind, bin ich fest davon überzeugt, dass eine Stadt mit all ihren Gebäuden, Mauern und Pflastersteinen, in der Lage ist, die Auswirkungen der Geschichte auch Jahrhunderte später noch in sich zu tragen und in jeden überfließen zu lassen, der sie besucht.

Ich könnte mich also einfach von Rom überraschen lassen, ganz unvorbereitet und unvoreingenommen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, der Stadt damit nicht gerecht zu werden. Ich bin kein Geschichtsfreak und auch historische Romane findet man eher selten auf meinem SUB oder im Bücherregal. Trotzdem habe ich mich entschieden, mich mit einem Buch, dessen Handlung in Rom spielt und das mich ein wenig an die Stadt heranführt, auf die Reise vorzubereiten.

Da es weitaus mehr als ein Buch gibt, das hier in Frage käme, hab ich mich durch die Goodreads Listen gekämpft und eine kleine Auswahl getroffen. Acht Bücher, neu und alt, historisch und romantisch, alle über Rom. Vielleicht ist ja auch für euch etwas dabei, das ihr als Reisevorbereitung oder als Gelegenheit, euch mal wieder weit in die Ferne zu träumen nutzen könnt.

Die Gleichgültigen von Alberto Moravia, erschienen 1929

Klappentext: „Während sich die Witwe Mariagrazia wundert, dass sich ihr Liebhaber immer mehr von ihr abwendet, hat es dieser längst auf ihre 24-jährige Tochter Carla abgesehen. Und Mariagrazias beste Freundin trifft sich heimlich mit Carlas Bruder Michele. Als Michele von den erotischen Verstrickungen seiner Schwester erfährt, sieht er nur noch in einem gewalttätigen Akt einen Ausweg …“

Sterne über Rom von Karen Swan, erschienen 2019

Klappentext: „Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt und das Dolce Vita ist. Als sie Bekanntschaft mit ihrer Nachbarin macht, der berühmten Viscontessa Elena, sind sich beide sofort sympathisch. Nach einiger Zeit willigt Cesca sogar ein, Elenas Memoiren zu verfassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr beschleicht Cesca das Gefühl, dass Elena etwas vor ihr verbirgt. Als auf einer Baustelle ein wertvoller Diamantring gefunden wird, der angeblich Elena gehört, stellt Cesca zusammen mit dem attraktiven Archäologen Nico Nachforschungen an – und fördert ein tragisches Geheimnis zu Tage …“

Ragazzi di vita von Paolo Pasolini, erschienen 1995

Klappentext: „Das unbestrittene Hauptwerk Pasolinis, mit dem Italiens großer Schriftsteller und Ketzer den Verlorenen und Geächteten aus den Elendsquartieren der römischen Vorstädte ein unvergängliches Denkmal setzt – zur anhaltenden Wut bigotter Reaktionäre von rechts und links.
Dies ist der Roman von Ricetto und seinen Freunden, die, von Eltern, Gott und der Welt verlassen, durch die Eingeweide des römischen Großstadtuniversums streunen.“

Eat, Pray, Love von Elizabeth Gilbert, erschienen 2007

Klappentext: „Elizabeth beschließt, ganz von vorne anzufangen. Sie lässt New York hinter sich und tritt die Reise ihres Lebens an: Dolce Vita in Italien, Meditationslehre in einem indischen Ashram und schließlich die glückliche Balance zwischen innerem und äußerem Glück auf Bali.“

Kleopatra: Ein Leben von Stacy Schiff, erschienen 2013

Klappentext: „Die glänzend erzählte Lebensgeschichte der legendären ägyptischen Königin

Kleopatra VII., letzter weiblicher Pharao Ägyptens, ist heute hinter Mythen, übler Nachrede und märchenhafter Schönheit verborgen. Stacy Schiff , Pulitzer-Preisträgerin, zeigt in ihrer Biografie dank intensiver Recherche und neuer Auswertung antiker Quellen nicht nur die laszive Verführerin und das intrigante Machtweib, sondern enthüllt eine außerordentlich starke Herrscherin – selbstbewusst, versiert in politischem Kalkül, diplomatisch und visionär. Detailfülle und Mut zum zugespitzten historischen Urteil, sprachliche Eleganz und provokantspritzige Porträts der mächtigen Mit- und Gegenspieler an Kleopatras Seite versetzen den Leser ins alte Reich am Nil mit seinem weltläufigen Charme und seiner machtpolitischen Unerbittlichkeit“

Auf den Hügeln Roms von Margot S. Baumann, erschienen 2018

Klappentext: „Fotografieren ist Ophelias große Passion. Als Siegerin eines Foto-Wettbewerbs kann sie sich ihren Herzenswunsch erfüllen: Endlich nach Rom zu reisen, um die schönsten Motive einzufangen. Eines davon soll sogar ihr Leben verändern. Denn bei Durchsicht der ersten Aufnahmen entdeckt sie eine Frau, die ihrer verstorbenen Mutter verblüffend ähnlich sieht – nur in jungen Jahren. Wie ist das möglich?

Schon einen Tag später erblickt sie die geheimnisvolle Frau erneut – dieses Mal in Begleitung eines gut aussehenden Mannes. Auf einer Vespa folgt Orphelia den beiden spontan quer durch die Stadt bis zu einer prächtigen Villa in den Hügeln Roms. Durch ein Missverständnis erhält sie Zugang zur Villa und lernt sowohl die mysteriöse Fremde als auch den temperamentvollen Cesare kennen.

Schon bald entdeckt Ophelia, dass sie alle ein altes Geheimnis verbindet. Gemeinsam mit Cesare begibt sie sich auf die Suche und hofft immer mehr, der ganz großen Liebe begegnet zu sein. Zumindest scheinen ihre Gefühle und seine Signale eindeutig zu sein … oder ist alles doch nur vorgetäuscht?“

Quattro Stagioni: Ein Jahr in Rom von Stefan Ulrich, erschienen 2008

Klappentext: „»Habt Ihr´s gut …« ist der Kommentar ihrer Freunde, als für Familie Ulrich endlich der alte Traum von der Dolce Vita in Bella Italia wahr wird. Doch das Leben in der ewigen Stadt erweist sich als alles andere als »dolce«: die Wohnung ist bei der Ankunft in chaotischem Zustand und Tochter Bernadettes Meerschweinchen wird vom Hausbesitzer mit einer Ratte verwechselt. Wichtige Erkenntnisse der Rom-Anfänger: Ein Palazzo ist ein ganz normales Mehrfamilienhaus, römische Kinder-geburtstage haben es in sich und die Italiener beschweren sich auch bei strahlendem Sonnenschein andauernd übers Wetter. Trotzdem versuchen die Ulrichs, Bella Figura zu machen! Und entdecken doch noch das süße Leben in Rom.“

Der Seelensammler von Donato Carrisi, erschienen 2012

Klappentext: „»Töte mich« ist in die Brust des Bewusstlosen eintätowiert. Doch eine andere Entdeckung schockiert das Notarztteam in der abgelegenen römischen Villa noch mehr: ein roter Rollschuh – das Andenken des Mörders an sein erstes Opfer, eine junge Frau. Als der Serientäter ins Koma fällt, scheint er seine gerechte Strafe zu erhalten. Doch der stumme Patient hütet ein grausames Geheimnis, denn erneut ist eine junge Frau verschwunden …“

Kleines Extra: Ich bin Circe von Madeleine Miller, erschienen 2019

Klappentext: „Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat.“

Circe spielt nicht direkt in Rom, verschafft aber einen guten Überblick über die römische Mythologie und all die römischen Gottheiten, von denen bestimmt schon jeder einmal gehört hat. Ich habe das Buch bereits gelesen und sehr geliebt! Eine kurze Rezension dazu findet ihr auf meinem Instagram Account @ipukewords.

Da ich es sicherlich nicht schaffen werde, bis Mitte März alle acht Bücher der Liste oben zu lesen, muss ich meine Auswahl erstmal eingrenzen. Mich persönlich spricht „Die Gleichgültigen“ sowie „Quattro Stagioni: Ein Jahr in Rom“ am meisten an. Das eine ja fast schon historische Literatur, das andere eine Erzählung aus dem echten Leben vor nicht gar zu langer Zeit.

Welches Buch spricht euch am meisten an?

Arrivederci, amici!


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